Struth, Strut, Strod
ist ein beliebter deutscher Flurnamen, der aus dem germanischen kommt.. Dieser Name (struht, strod) hat in Hessen und den angrenzenden Gebieten ihren Schwerpunkt. Zugrunde liegt ahd. struot = Dickicht, Gebüsch, sumpfiges Gelände
Struht, Strod bezeichnet einen Sumpfwald, kann aber auch mit strote (mhd) strozze Kehle, Gurgel in Verbindung stehen. Es finden sich auch Ortsbezeichnungen, in denen das Wort Struht vorkommt, z.B. Eichenstruht bei Heimborn im Westerwald, Struthof bei Betzdorf, Struhthütten bei Burbach... . In den Niederlanden, Belgien, Nordfrankreich und England finden sich Entsprechungen, also eine Ausdehnung nach Westen.
Lit.: Udolph, Jürgen, Namenskundliche Studien zum Germanenproblem, Berlin 1994, in Reallexikon der germanischen Altertumskunde Bd. 9
Die Struhtmühle
Die Struthmühle war eine Wassermühle im bewaldeten Tal des Salzbachtales unterhalb von Molsberg. Die Mühle gehörte früher der Adelsfamilie von Walderdorff und war Teil eines Netzwerks von Mühlen entlang des Salzbachs. Heute finden wir an dieser Stelle überwucherte Steinhaufen als Überreste der einstigen Mühle. Das Wasserrad der Mühle wurde durch den Salzbach angetrieben, welcher in dieser Gegend eine zuverlässige Wasserquelle darstellte. Es wurde hauptsächlich Getreide gemahlen, das von den umliegenden Höfen geliefert wurde. (Ein ausführlicher Aufsatz findet sich in der Chronik zur 900 Jahrfeier Molsbergs).